W-FR-1 Josefine Paul

Liebe Freund*innen,

eine offene und geschlechtergerechte Gesellschaft gehört zu den Merkmalen GRÜNER Politik. Stets haben wir GRÜNE für die Gleichstellung von Frauen und Männern und den Abbau von Geschlechterstereotypen gekämpft.

Derzeit sind wir besonders gefordert, wenn es um die Frage eines erstarkenden Populismus geht. Es ist kein Zufall, dass Pegida, „besorgte Eltern“, AfD und Konsorten ausgerechnet uns GRÜNE als Hauptgegner ausgemacht haben. Keine andere Partei steht so explizit für eine offene, plurale, geschlechtergerechte Gesellschaft und stellt sich so konsequent und mit Nachdruck gegen jede Form der Diskriminierung und Ausgrenzung. Wenn gegen einen angeblichen „Gender Wahnsinn“ oder gegen vermeintliche „homosexuelle Indoktrinierung in Schulen“ gewettert wird, dann ist das auch immer ein Frontalangriff auf GRÜNE Kernthemen, wie Geschlechtergerechtigkeit und Bürger*innenrechte. Wir dürfen und wir werden es nicht zulassen, dass Ressentiments und Stammtischparolen die gesellschaftliche Atmosphäre vergiften.

Feminismus ohne Grenzen

Während reaktionäre Kräfte von „Gender Wahnsinn“ sprechen, sage ich: Eine gerechte Gesellschaft ist eine geschlechtergerechte Gesellschaft! Deshalb ist für mich Feminismus und Genderpolitik Querschnittsaufgabe.
Für uns GRÜNE ist es wichtig emanzipatorische Gedanken in allen Politikfeldern mitzudenken und Frauen in ihren unterschiedlichen Lebenslagen in den Blick zu nehmen. Dies gilt bezüglich der Schulbildung und Berufswahl von Mädchen und jungen Frauen ebenso wie bezüglich ihrer gesellschaftlichen Teilhabechancen und der Frage der Eigenständigen Existenzsicherung von Frauen. Wir wollen die Geschlechterverhältnisse in allen Gesellschaftsbereichen in Bewegung bringen von der Politik über den Sport bis hin zu den Handwerkskammern und Hörsälen!

Nicht zuletzt gilt es, vermeintlich neue Themenfelder, wie die Zeitpolitik auch aus einer feministischen Perspektive zu durchdenken und mit konkreten politischen Konzepten zu hinterlegen. Noch immer sind es Frauen, die den überwiegenden Anteil familiärer Sorgearbeit leisten. Wir brauchen flexible Zeitmodelle, die es Menschen erlauben, ihre unterschiedlichen Zeitbedürfnisse auch wirklich vereinbaren zu können. Denn Zeit bedeutet Teilhabe. Und Zeitsouveränität ist ein wesentlicher Baustein für ein selbstbestimmtes Lebens.

Vernetzung stärken

Der Einsatz für eine geschlechtergerechte Gesellschaft und gegen jede Form der Diskriminierung endet aber natürlich nicht an den Landesgrenzen NRWs. Deshalb ist mir die Vernetzung mit den engagierten Frauen aus anderen Bundesländern besonders wichtig. Der Bundesfrauenrat ist dafür ein wichtiger Ort und ein wichtiges Gremium der frauenpolitischen Debatten innerhalb unserer Partei. Ich möchte gerne weiterhin konstruktiv mitdiskutieren und unsere feministischen Position weiterentwickeln und schärfen.

Mit grün-feministischen Grüßen
Josefine Paul

Biografie

Geboren und aufgewachsen bin ich in Helmstedt in Niedersachsen. Zum Studium hat es mich nach Münster verschlagen, wo ich 2008 meinen Magister in Geschichte gemacht habe und dann einfach dort hängen geblieben bin. Seit 2010 bin ich Mitglied des Landtags und dort Sprecherin für Frauen- und Queerpolitik sowie für Sportpolitik und seit neustem auch Mitglied der Enquetekommission Familienpolitik.

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