W-LR-14 Andrea Asch

Liebe Freundinnen und Freunde,

In den nächsten zwei Jahren werden wir in NRW und auf Bundesebene die Weichen für die Wahl 2017 stellen. Für dieses Superwahljahr ist es besonders wichtig, unsere Programme und Strategien auf Landes- und Bundesebene miteinander zu verzahnen. Dazu können die Debatten und Beschlüsse des Länderrates – als kleinem Parteitag zwischen den Bundesdelegiertenkonferenzen – einen wichtigen Beitrag leisten. Wie in den letzten vier Jahren möchte ich mich daran weiter als Länderratsdelegierte beteiligen.

Gemeinsam können wir unser Ziel erreichen, unsere Stärke in den Ländern 2017 auch im Bund wirksam werden zu lassen. Wir brauchen einen Regierungswechsel in Berlin um die finanzielle Handlungsfähigkeit von Ländern und Kommunen wieder herzustellen! Ich möchte mich im Länderrat dafür einsetzen, dass die Interessen von NRW das notwendige Gewicht bekommen.

Zum Grünen Markenkern gehört die Soziale Gerechtigkeit. Mir ist es ein Anliegen, das Thema wieder stärker in die Debatten einzubringen und nach außen sichtbar zu machen.

Aktuell hat uns der OECD-Bericht die großen Vermögens- und Einkommensunterschiede in Deutschland vor Augen geführt. Nur 10 Prozent der Bevölkerung verfügen über 60 Prozent des gesamten Vermögens, während über die Hälfte fast leer ausgeht. Die Wahl in Bremen hat gezeigt, dass wir dieses Thema nicht anderen Parteien überlassen dürfen.

Mir ist wichtig, dass Gerechtigkeit ein zentrales Thema grüner Politik bleibt.

Wir Grüne denken Gerechtigkeit immer auch im globalen Maßstab. Nicht nur die Unterschiede innerhalb der Länder sondern auch zwischen den Ländern vergrößern sich zunehmend. Die reichen Industrieländer müssen sich stärker ihrer globalen Verantwortung stellen. In NRW werden wir die Nachhaltigkeitsziele der UN (Sustainable Development Goals) zur verpflichtenden Handlungsleitlinie unserer Politik machen. Das muss auch auf Bundesebene analog umgesetzt werden.

Niedrigpreise für Rohstoffe, Überfischung der Meere, und Landgrabbing entziehen den Entwicklungs- und Schwellenländern Ressourcen, statt sie in ihrer Entwicklung zu unterstützen. TTIP wird dazu beitragen die Abwärtsspirale weiter zu verschärfen, arme Länder werden zunehmend vom Welthandel abgekoppelt. Armut befördert politische Krisen und Krieg. Sie ist eine wesentliche Ursache für Migration und Flucht. Die weltweite Armutsbekämpfung ist deshalb der Schlüssel um Fluchtursachen zu vermeiden.

Ich möchte gerne weiter daran mitwirken, unseren Landesverband NRW mit einer starken Stimme im Länderrat zu vertreten und bitte Euch dafür um Eure Unterstützung.

Mit herzlichen Grüßen,

Andrea

Biografie

Geboren 1959 in Wiesbaden. Dipl.-Psychologin, verheiratet, drei Kinder (16, 20, 23 Jahre). Ab 1976 in der Anti-Atom-, Frauen- und Friedensbewegung aktiv. Seit 1993 Mitglied bei den Grünen im KV Köln. Seit 1987 Angestellte beim Verein für psychosoziale Dienste im Kreis Mettmann (zurzeit beurlaubt). 1989 - 2010 Mitglied der Landschaftsversammlung Rheinland. Seit 2005 Mitglied des Landtages NRW, Sprecherin für Eine-Welt, Kinder-, Familien- und Kirchenpolitik. Mitglied bei ATTAC und Amnesty International. Synode Evangelische Kirche im Rheinland. Vorstand Lebenshilfe NRW.

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